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Henrik Kaalund: The Matter of Fact (PREMIERE)

Juli 9 @ 20:00 - 22:00

Wollen wir eher eine leichte und zugängliche Performance erleben? Wollen wir künstlerisch und intellektuell gefordert werden? Konfrontieren wir uns mit den schweren Geschehnissen der Welt, oder möchten wir einen Gegenentwurf zur Realität? Lassen sich diese Prinzipien vielleicht am Ende sogar vereinbaren?

Die Darstellung medialer Formate wird heiß debattiert. Fake News, die Position von Wissenschaftler:innen in der Beschreibung pandemischer Zustände und Premium-Mitgliedschaften bei Onlinemedien: Die Möglichkeiten sich zu (des)informieren waren selten so mannigfaltig. Dabei steht es uns frei, einen eigenen Fokus zu wählen, zu sortieren in wichtige und unwichtige Informationen – für viele Konsument:innen ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. The Matter of Fact schafft hier eine interaktiv erfahrbare Projektions- & Reflektionsfläche.

„The Matter of Fact“ kann auf zwei verschiedene Arten erlebt werden: Einerseits live als Publikum vor Ort, andererseits per Livestream.
Alle Zuschauenden – vor Ort wie auch online im Stream – können mit verschiedenen Kommandos per Live-Chat die Aufführung live beeinflussen, Bewegungen und Personen steuern und Bühnenelemente und Musik auswählen. Sie gestalten das Erlebte und werden motiviert, Verantwortung zu übernehmen: für die Zugänglichkeit der Performance und deren Anspruch ebenso wie für die Entscheidung, sich mit unbequemen Wahrheiten auseinander zu setzen oder angenehmere Aspekte in den Fokus zu nehmen. Das Publikum live vor Ort wird Zeuge des Live-Ereignisses, des Unterschiedes zwischen der digitalen Darstellung und der Unmittelbarkeit einer Tanzperformance. Entscheidungen treffen Sie analog zum Alltag mit Ihren Mobiltelefonen.

Das Projekt durchlief während der Pandemie mehrere Phasen, immer interessiert an einem offenen Austausch mit dem Publikum. Der offene und publikumsnahe Arbeitsprozess erleichterte die körperliche und inhaltliche Auseinandersetzung mit Geschehnissen, die wir als bedeutsam erachten, wie sich diese darstellen und mit welchen Mitteln sie sich inhaltlich und emotional untermauern lassen. Von März bis Mai ’21 erarbeitete Henrik Kaalund zusammen mit Johanna Kasperowitsch (Tanz) und Jakob Jokisch (Dramaturgie) Inhalte und Choreografien nach ausgewählten Nachrichten. Gleichzeitig entstanden damit Interaktionsmöglichkeiten für das Publikum. Während verschiedener Showings diskutierte man mit den Zuschauern über ästhetische und thematische Zusammenhänge. Im Livestream aus der Tafelhalle zeigte Henrik Kaalund am 23./24. Mai in einer Werkschau-Performance den aktuellen Recherche-Stand seiner tänzerischen Bearbeitung medialer Inhalte. Seitdem wurde an die Produktion mit Eva-Maria Christ als Tänzerin weitergearbeitet und einige Elemente neu gestaltet. So wird in der Performance die Umsetzung des Themas einerseits tänzerisch auf der Bühne und als Kommunikation von Tänzer:innen mit sich, mit Kameras, mit Digitaltechnik und mit echten Menschen erlebbar.

Projektleitung, Tanz, Video: Henrik Kaalund
Tanz: Johanna Kasperowitsch (Tanz, jetzt im Mutterschutz), Eva-Maria Christ (Tanz)
Musik, Video: Kostia Rapoport
Produktionsleitung, Dramaturgie: Jakob Jokisch
Live-Schnitt, -einspielung: Maximilian Pflügner
Stimme: Maximilian Pulst

Eine Koproduktion mit der Tafelhalle, gefördert von der Tanzzentrale der Region Nürnberg e. V., der Stadt Nürnberg und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Bei technischen Problemen bei der Nutzung von YouTube oder Zoom, melden Sie sich einfach über den Chat oder unter 0911 231 7768 (Veranstaltungsbetreuung in der Tafelhalle).

Tickets unter www.tafelhalle.de

Details

Datum:
Juli 9
Zeit:
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort

Tafelhalle
Äußere Sulzbacher Str. 62
Nürnberg, 90491
Google Karte anzeigen
Webseite:
kunstkulturquartier.de/tafelhalle

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