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co>labs: Die Welt danach

Ein immersives, performatives Tanz- und Installationsprojekt

„Nur die Kraft der Utopie kann den Menschen über alle Abgründe von Theorie und Praxis zur Wahrheit tragen.“ (Gjergi Perluca, *1944, Prof. für Physik und freier Journalist aus Shkoder, Albanien)

Vor allem die westliche Gesellschaft kann nach der Corona-Pandemie nicht einfach wieder zum Status Quo der Vergangenheit zurückkehren. Ein Staat wurde sichtbar, wie wir ihn uns nie hätten vorstellen können, Meinungen wurden hörbar, die schon lang unter der Oberfläche brodelten und unsere Gesellschaft auseinanderrissen. Die Welt danach wird eine andere sein, aber wie genau wird sie sein?
Wir wollen den Hunger nach physischer und emotionaler Berührung stillen und aus Kontroversen und zündenden Diskussionen einen „Gemeinschaftstanz“ entstehen lassen, der uns wieder näher aneinanderrücken lässt. Berührung in allen Facetten soll das Zentrum unserer künstlerischen Überlegungen werden, denn das ist der Kern des Theaters und das mögliche Wesen einer neuen Gemeinschaft.

Mit Expert*innen aus Wissenschaft, Philosophie, darstellender sowie bildender Kunst besetzt, möchte co>labs eine gesellschaftliche Plattform in der Katharinenruine entwickeln, um mit den Mitteln des immersiven Theaters zu untersuchen, welche Gesellschaft übrig geblieben sein wird und wie sie sich wieder neu finden kann. Die Ruine der ehemaligen Klosterkirche St. Katharina wird zur Metapher einer Dystopie und zeitgleich zum Ort einer möglichen Utopie. Sie wird zu einem Verhandlungsort für Fragen über unser Solidaritätsempfinden, Umgangsformen einer zukünftigen demokratischen Gesellschaft und ein Sprachrohr für unsere Gedanken und Gefühle:
Hat mich die Pandemie von mir entfremdet und wohin hat sie mich geführt?
Leiden wir noch zu wenig, um solidarisch zu sein?
Könnte Gelassenheit das Werkzeug für eine bessere Welt “danach” sein?
Aus einem breitgefächerten Spektrum der Gesellschaft wollen wir in dieser zeitgenössischen performativen Installation und mit den Mitteln des immersiven Theaters Meinungen, Haltungen und Zustandsbeschreibungen reflektieren und uns mit dem üppigen Fundus der Kunst über Menschen in der Pandemie auseinandersetzen. Wieder schafft co>labs mit Performances, Vorträgen, Ritualen, Filmbeiträgen und Gesprächen bei heißer Suppe und Tee einen Ort zum Wohlfühlen und bringt Grenzen zum Fließen, auf der Suche nach einem Weg in die Zukunft – einem gemeinsamen.

Künstlerisches Leitungsteam und Konzept: Beate Höhn, Katharina Simons, Miriam Sapio
Bühne: Simon Schallé
Kostüm: Susan Buckow
Video: Maximilian Pflügner
Technische Produktionsleitung, Licht: Stephan Scheiderer
Bühnenassistenz: Maya Burgmeister
Assistenz: Leonie Scharf

Tanz, Performance: Eva Christ, Johannes Walter, Katharina Wunderlich, Rouven Pabst, + Stadt Ensemble Nürnberg
Ecstatic Dance: Joachim Zons
Expert*innen im Gespräch: Prof. Dr. Hartmut Rosa, Effrosyni Lamprousi + viele weitere Gäste

Das Projekt entsteht in Kooperation mit der Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnberg, mit freundlicher Unterstützung der Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V. und wird gefördert von der Stadt Nürnberg. Dieses Projekt wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und der Kulturstiftung der Sparkasse Nürnberg.

Die Konzeptentwicklung findet im Rahmen der Konzeptförderung von Neustart Kultur Stepping Out statt:
Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz

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