Creative Residency

Wir freuen uns in 2020/2021 (verlängerte Projektphase aufgrund der Pandemie) auf / This year’s guests

Salome Kehlenbach (27.07. – 02.08.2020)

Die Nürnbergerin arbeitet im Rahmen ihrer Mentored Residency gemeinsam mit Samuel V. Guist an ihrem Projekt RITUALS. In 7 Tagen möchte sie die Zusammenhänge von Verbundenheit, Ritual und Gesellschaft in Form von Körper, Stimme und in Materialien erforschen. Künstler*innen wie Heather Stringer oder Schriftsteller*innen wie Lew Tolstoi sollen sie in diesem Vorhaben inspirieren. Ihr Ansatz ist prozess- und bewegungsorientiert und wird Fragestellungen behandeln, wie: Welche Arten der Verbundenheit blieben oder entstanden während des Corona-Shutdowns? Welche Rolle spielt der Rhythmus, der Ort, das Material oder die Stimme im Ritual? Welches Material eignet sich als Ausdruck von Verbundenheit?

Die Recherche wird transmedial dokumentiert und präsentiert. Das Ergebnis ihrer Arbeitswoche ist am Samstag, 31.08. bei ihrem Showing um 16.30 Uhr in der Tanzzentrale zu sehen.

Henrik Kaalund & Johanna Kasperowitsch (24.08. – 30.08.2020)

Johanna Kasperowitsch (Berlin) arbeitete als Tänzerin, Performerin u.a. mit Georg Reischl, Katie Duck, MichealDouglas Kollektiv, Stephanie Thiersch / MOUVOIR, Irina Pauls, Laborgras Berlin, Company Colabs, Rosamund Gilmore, Yasmeen Godder, Judith Sanchez Ruiz und Reut Shemesh, in dessen Stück ATARA sie zuletzt auf der Tanzplattform Deutschland 2020 in München zu sehen war. Ihre Arbeiten haben sie nach Sibirien, Mexiko, die Niederlande, Polen, Malta und in die Schweiz geführt. Momentan beschäftigt sie sich mit Prozessen und Methoden der Improvisation sowie der Bewegung in Relation zum gesprochenen Text und/oder Live-Musik. Aktuell studiert sie außerdem Theaterwissenschaften an der Freien Universität in Berlin und schreibt Kurzgeschichten und Essays.

Henrik Kaalund ist freier Tänzer und Choeograf. Er tanzte und tourte unter anderem mit Conny Jannsen Danst (Rottterdam), Jan Pusch (Hamburg), Felix Landerer (Hannover), Peter de Ruiter / Eva Villanueva (Amsterdam), u.v.m. Für seine Choreographien und den Tanz wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Studiert hat er an der John Cranko School in Stuttgart und der David Howard’s School of Dance in New York. Nach dem Abschluss hat er u.a. am Cleveland Ballet Arizona, Basel Ballet und Ballett Dortmund. Seit einigen Jahren praktiziert und unterrichtet er außerdem Contact Improvisation, wovon er für das Verständnis von Bewegung und Berührung sehr profitieren konnte. Weiterhin unterrichtet er Tanzimprovisation, Zeitgenössischen Tanz und Ballett in Fürth und Nürnberg.

Während ihrer Residenz werden sie zusammen am Projekt READING THE PAPER arbeiten; einer 7-tägigen künstlerischen Recherche, die mit dem täglichen Lesen der aktuellen Tageszeitung startet. Inspiriert vom Gelesenen werden sie täglich Kurzstücke erarbeiten, die sie in einem gemeinsamen Ergebnis in ihrem Showing am Sonntag, 30.08. um 19 Uhr präsentieren. Es wird außerdem ein Profitraining während der Residenzwoche angeboten.

Kunstschaffende Frankfurt: Verena Kutschera & Richard Oberscheven (26.-30.04.2021)

Richard Oberscheven arbeitet professionell als Tänzer, Choreograf, Dozent und DJ. Seit mehr als sechs Jahren gestaltet Oberscheven tänzerisch und choreografisch die freie Tanz-Szene in Frankfurt und im Rhein-Main Gebiet mit. Seine choreografische Arbeit ist inspiriert vom Klassischen und Zeitgenössischen Tanz, verschiedenen Improvisationssystemen und dem Studium der Feldenkreis-Praxis. Er entwickelt einen analytischen Blick für detaillierte Bewegungen und die Verbindung von Körper und Raum, um raum-zeitliche Prozesse sichtbar zu machen. Seine choreografischen Werke wurden im Solo Duo Festival Barnes Crossing, Gallus Theater Frankfurt, Felina-Theater Mannheim, Stadttheater Gießen und in der Alten Feuerwache Saarbrücken aufgeführt. Oberscheven ist Mitbegründer des Künstlerkollektivs Kunstschaffende Frankfurt.

Verena Kutschera, geboren und aufgewachsen in Berlin, lebt und arbeitet als Zeitgenössische Choreografin, Tänzerin und Dozentin in- und außerhalb von Frankfurt. Als Choreografin fasziniert es sie, wie viel mit einer abstrakten flüchtigen Bewegung erzählt werden kann. Für sie schließt ein sinnliches Erlebnis die intellektuelle Herausforderung ein. Kutscheras choreografisches Denken entwickelt sich mit Ihrem Interesse an Bildender Kunst, Performance Art, und interaktiven Multimedia-Arbeiten. In der Projektbezogenen Zusammenarbeit mit Künstlerinnen verschiedener Genres und den Performerinnen gestaltet Kutschera einen intensiven Dialog, der eine vertiefte interdisziplinäre und gemeinschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht. Ihre choreografischen Werke wurden auf Festivals und Theatern europaweit aufgeführt. Kutschera ist Mitbegründerin des Künstlerkollektivs Kunstschaffende Frankfurt.

Gemeinsam haben sie 2018 das Künstlerkollektiv Kunstschaffende Frankfurt gegründet, mit der Fragestellung, wie man die Sichtbarkeit der in Frankfurt und Umgebung lebenden Künstler*innen stärken kann. Das Kollektiv versteht sich als Kommunikationsplattform für die freie Szene des zeitgenössischen Tanzes und der darstellenden Künste. Ihre Forschungen und künstlerischen Arbeiten befassen sich mit choreografischen Regeln, der gegenseitigen Integration von Raum, Tanz, Video und Musik, die in einem stetigen Dialog stehen. In der Tanzzentrale arbeiten sie am Tanzkurzfilm DREIRAUM.

Charlie Prince (verschoben auf 2022)

Charlie Prince ist Tänzer und Choreograf, geboren und aufgewachsen im Libanon, später Kanada und momentan ansässig in Amsterdam. Erst kürzlich hat er den Boghossian Foundation Prize for Dance and Performance in Brüssel und Beirut erhalten. 2019 war er artist in residence bei Dansmakers Amsterdam mit seiner Arbeit NOT ON THIS EARTH, die im Mai 2019 uraufgeführt wurde und anschließend in Frankreich und Kanada tourte. Aktuell arbeitet er an seinem neuen Solo Cosmic A*, was 2021 in Europa und Nordamerika touren wird. Als Performer hat Charlie u.a. mit Par.B.L.eux (Benoit Lachambre), Ballet BC (CN), Cie Alias (CH) Cie Irina Baldini (NL) La Biennale di Venezia (dir. Marie Chouinard) (IT) gearbeitet, seit 2015 außerdem mit dem Maqamat Dance Theatre in Beirut. Für seine choreografische Arbeit wird er momentan von apap- Performing Europe 2020 unterstützt.

Dieses Projekt wird ermöglicht durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.


Jährlich vergibt die Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V. Plätze für das Projekt „Creative Residencies“.

In diesem Rahmen gibt sie national und international tanzschaffenden Compagnies und/oder Choreografen die Möglichkeit, unter professionellen Probenbedingungen einen Teil ihrer Projektphase in den Räumlichkeiten der Tanzzentrale abzuhalten. Zudem gibt es die Option, mit freien Tänzern aus Nürnberg und Umgebung zusammenzuarbeiten. Die Produktion kann sich sowohl in der Researchphase, als auch am Anfang oder in der Endprobenzeit befinden.

Ziel der Residency ist eine Vernetzung der regionalen Szene mit den Gästen aus anderen Regionen und die Bereicherung der regionalen Tanzszene. Daher übernehmen die Residency-Gäste zum einen während ihres Aufenthaltes die regelmäßig stattfindenden Profi-Trainings. Zum anderen wird in einem Showing am Ende der Residenz das Erarbeitete der Öffentlichkeit präsentiert.

As every year the Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V. is planning to offer Creative Residencies.

The scheme is being set up to offer dance artists from Germany and abroad the possibility of working under professional conditions in the studios of the Tanzzentrale. There is also the option to work with dance artists from Nuremberg and region, whether their residency is dedicated to a period of research and development or constitutes the rehearsal phase of a planned project.

In setting up the scheme the Tanzzentrale der Region Nürnberg e.V. aims to enhance the regional dance scene and encourage exchange and dialogue between local dance practitioners and the residency artists. Therefore, residency artists will take over the regularly professional practice and at the end of each residency a public showing/rehearsal will take place, which will be advertised in the local and national press and online.


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