IMPULSFÖRDERUNG FÜR EVA BORRMANN/PLAN MEE

Es ist offiziell! Eva Borrmann/PLAN MEE hat die Impulsförderung der Stadt Nürnberg erhalten. Über insgesamt drei Jahre wird sie in enger Zusammenarbeit mit der Tafelhalle im KunstKulturQuartier dem Thema KITSCH/KUNST körperlich nähern. Aktuell probt sie in der Tanzzentrale an der ersten abendfüllenden Produktion „SOFT FOCUS“, die im Februar 2022 Premiere feiern wird. Mit dabei sind Susanna Curtis und Alexandra Rauh, die als Performerinnen auf der Bühne zu sehen sein werden.

Süße Gartenzwerge, perfekte Ballerinen aus Porzellan, traumhafte Urlaubsbilder auf Instagram – Kitsch zieht uns täglich in seinen Bann. Die kurze Flucht in eine perfekte, märchenhafte Welt macht das Leben herrlich vorhersehbar und entspannt. Wir halten das Unangenehme von uns fern. Stattdessen umgeben wir uns mit stereotypen Körperbildern, Klischees und Traditionen – Ein Kosmos, der keinen Platz für Individualität lässt, sondern (menschliche) Massenware reproduziert.

Im Gegensatz dazu sind im Kunstkontext Originalität und Innovation ausschlaggebend. Doch welchen Stellenwert hat das künstlerische Schaffen in einer Gesellschaft, in der Kitsch zum ästhetischen Standard geworden ist? Kann die Kunst eine Gesellschaft die von Kitsch durchzogen ist womöglich retten? Oder ist Kitsch nicht auch Kunst?

Eva Borrmann/PLAN MEE wird sich im Rahmen der Impulsförderung dem ambivalenten Thema Kitsch multiperspektivisch nähern. Im Laufe der kommenden drei Jahre widmet sie sich verschiedenen Schwerpunkten, bei denen der menschliche Körper im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit Kitsch steht:

  • SOFT FOCUS (Nacktheit) Ausgehend von den Fotografien des Künstlers David Hamilton stellt sich die Frage, wie gefährlich es ist, wenn Kitsch auf nackte, weibliche Körper trifft. (Feb 2022)
  • UN AMOR (Nostalgie) Das Solo untersucht sentimentale Hinwendungen zum Vergangenen und hinterfragt das Narrativ verklärter Nacherzählungen.
  • BIGGER THAN THE UNIVERSE (Esoterik) Das Feld der Esoterik verbindet Kitsch, Konsum und Körperlichkeit auf faszinierende Art und Weise. Vor diesem Hintergrund wird erforscht, wo die Grenze zwischen Kunst und Kitsch liegt.

Ein ausführliches Rahmenprogramm und begleitende Vermittlungsformate laden zum Diskutieren
und Mitwirken ein.

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