Raw & polished


Termin Details

  • Datum:

21. Oktober, 19.00 Uhr: RAW & POLISHED geht in die zweite Runde

„RAW & POLISHED“ präsentiert zum zweiten Mal eine Auswahl verschiedenster kurzer Tanzstücke in der Tanzzentrale in Fürth, veranstaltet von Henrik Kaalund & Anne Devries. Regionale und (inter-)nationale KünstlerInnen zeigen ihre Arbeiten – sowohl „work in progress“ als auch fertige Stücke – und gehen danach im Künstlergespräch in einen Austausch mit dem Publikum.
Mit dabei sind diesmal die folgenden Künstler.

On 21 of October at 19.00 it’s showtime:
„RAW & POLISHED“ present for the second time a selection of various short dance pieces at Tanzzentrale in Fürth, hosted by Henrik Kaalund & Anne Devries. Regional and (inter-)national artists show their work – „work in progress“ as well as finished pieces – finishing with an exchange with the audience in a question & answers feedback round.
This time the following artists will be present.

PROGRAMM / Program
RAW & POLISHED – 21. Oktober 2018 – 19:00 – Tanzzentrale, Fürth
(die Reihenfolge wird später entschieden – the sequence of shows will be decided later)
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Free entrance, donations are requested.

 

1 Stephanie Roser (Ansbach)
Penthesileas Prozess – Szenen einer Selbstfindung/ Scenes of an indentification process
Ausschnitte aus dem Tanztheater frei nach Heinrich von Kleists „Penthesilea“ – Penthesilea zieht Bilanz. Als Königin der Amazonen hat sie mit ihrem Heer viele Schlachten gewonnen. Am Ende hat sie auch Achill, den größten aller griechischen Helden, umgebracht. Und was hat es ihr gebracht? Penthesilea denkt nach über sich, über die Frauen und die Männer, über den Kampf der Geschlechter, bei dem der weibliche Körper selbst zum Schlachtfeld geworden ist. Eine tänzerische Performance über den Prozess einer Selbstfindung.

Excerpts from the dance-theater, freely adapted from Heinrich von Kleists „Penthesilea“ – Penthesilea takes stock. Being Queen of the Amazones, she won many battles with her army. At the end she also killed Achill, the greatest of all Hellenic heros. And what did it do for her? Penthesilea thinks about herself, about women and men, about the battle of gender, which turned the female body into a battlefield itself. A dance performance about a self-discovery process.
Choreographie/Konzept – choreography/concept: Daniela Aue
Ensemble/company: Spiel.Werk Ensemble
Tanz/dance: Stephanie Roser
Info: www.spielwerk-an.de
https://www.facebook.com/halleansbach/
Photo: Jim Albright

2 Therese Banzhaf (D)
noApologies/ keineEntschuldigungen
Das Solo „noApologies“ ist ein work in progress über die Notwendigkeit umzudrehen, wenn das Leben eine Sackgasse zu sein scheint. Es ist ein Abschied von den guten alten Gewohnheiten und Schätzen, die wir geliebt haben, aber hinter uns lassen müssen, um endlich den nächsten Schritt zu machen.

The Solo „noApologies“ is a work in progress about the need to turn around when life seems to be a dead end. It is a Godbye to those old habbits and treasures we loved but need to leave behind to finally take the next step.
Choreographie/Konzept/Tanz-choreography/concept/dance: Therese Banzhaf
Info: https://www.facebook.com/therese.banzhaf

Photo: Franz-Josef Seidel

3 Justyna Kalbarczyk (PL/Berlin)
On the art of murmuration/ Kunst des Schwarmverhaltens
…ist ein Tanzstück das von einem Verhaltensphänomen von Vögeln dem sogenannten Schwarmverhalten inspiriert ist. Es wird sichtbar, wenn hunderte von Vögeln, z.B. Stare zusammen durch die Luft fliegen. Die Gründe für das Schwarmverhalten sind bis heute unklar. Jedenfalls wir angenommen, daß es eine Methode der Vögel ist sich vor Angreifern zu schützen, die bei jeder Formveränderung und unerwarteten Bewegung des Schwarms erschrecken. Annika und Justyna stellen sich die Aufgabe dieses Phänomen nachzuempfinden, indem sie mit “unsichtbaren Tänzern” arbeiten; dies erfolgt um eine Gruppensituation zu kreieren, in der die Entscheidungsfindung nicht nur auf einer persönlichen Wahl beruht, sondern auch durch die Notwendigkeit einer Anpassung an ein sich änderndes Umfeld erfolgt; sowie der Forschungen von Craig Reynolds über das Schwarmverhalten. 1986 entwickelter er den Boids Algorithmus, ein Programm das mit künstlichem Leben, das Schwarmverhalten von Vögeln simuliert. Die Komplexität der Performance entsteht dabei aus 3 simplen Regeln, die auf jedes Individuum der Gruppe angewendet werden, diese sind:
Abstand: Steuerung zur Vermeidung von Zusammenstößen
Ausrichtung: Steuerung um sich grob in eine gemeinsame Richtung zu bewegen
Zusammenhalt: Steuerung des Zusammenbleibens der Gruppe

… is a dance piece inspired by birds behavioural phenomena called murmuration, exhibited when hundreds of birds, usually starlings, fly together in the sky. The reasons for murmuration are still not clear. However, it is presumed, it is a way of birds to protect themselves from predators, who get frightened by ever changing shape of the block and unexpected way of moving. Annika and Justyna take on the task to recreate this phenomena by working with ‚invisible dancers‘; to create group environment where the decision making is executed not only by their individual choice, but also by necessity to adapt to ever changing environment; and by following the murmuration research of Craig Reynolds. In 1986, he developed Boids Algorithm, an artificial life program which simulated the flocking behavior of birds. The complexity of the performance arisen from 3 simple rules applied to every individual involved in the group, which are:
separation: steer to avoid crashing into one another
alignment : steer to move towards more or less the same direction
cohesion: steer to stay together as a group
It is presumed each bird can perceive and analyze the movement of max 7 other neighbors at a time, to average and predict the direction of the flight.

Choreographie/Konzept – choreography/concept:
Justyna Kalbarczyk
Tanz/dance: CompanyHAA: Annika Dörr, Justyna Kalbarczyk
Info: www.companyhaa.com
Photo: Beto Ruiz Alonso

4 Chengcheng Hu (China)
Schatten/ Shadow
Der traditionellen chinesischen ShuiXiu Wu Dao (Tanz mit langen Ärmeln) erfordert von der Tänzerin, dass sie von Ausdruck und Darstellung der Emotionen beherrscht wird. Die Tänzerin drückt nicht sich oder ihre Emotionen aus, sondern sie ist ein Objekt, sie verkörpert etwas oder jemanden. Sie sieht ihren Körper im Spiegel, aber nicht sich selbst……

The traditionel chinese ShuiXiu Wu Dao (dance with long sleeves) requires mastering of expression and embodiment of emotions from the dancer. The dancer does not express herself or her own emotions, she is an object, she expresses something or someone. She watches her own body in a mirror, but she does not see herself…..
Choreographie/Konzept/Tanz – choreography/concept/dance: Chengcheng Hu
Info: https://www.facebook.com/profile.php?id=100004181113457

5 Anne Degen (D/CH/IT)
Encounter by chance/ Zufallsbegegnung
Ich lebe auf dir, du auf mir. Eins sind wir, ineinander verwoben.
Aber andersartig in Bewegung! Schritt für Schritt.
Lass uns einen Rhythmus finden, in dem wir sein können. Denn ich bin jetzt ich.
Wir kämpfen. Ein Ziehen, Balgen, sich lösen – wo geht’s hin?
Komm’ her, lass uns tanzen. Mit Leichtigkeit, wild und ungestüm. So macht’s doch Spaß. Einander in großen Bewegungen begegnen! Und dann … einsam zurückbleiben. Oder doch gemeinsam weiterziehen.

I exist on you, you exist on me. We are one, interwoven.
But differently in movement! Step by step.
Let us find a rhythm in which to exist. Because I am me now.
We fight. A pulling, scrambling, detaching – were does it lead to?
Come, let´s dance! With ease, wild and furious. That is fun. Meeting each other in big movements! And then…. left behind alone. Or moving on together after all.
Choreographie/Konzept/Tanz – choreography/concept/dance:
Alice D’Angelo (IT) & Anna Degen(D/CH); Leitung/direction: Anna Degen
Info: https://www.instagram.com/companyad2/
Photo: Antonio Moio

6 Natalie Bury (CH)
Frau Müller und die Suche nach der Wirklichkeit/ Mrs. Müller and the search for truth
Eine Frau versucht ihrer Einsamkeit zu entkommen, indem sie sich auf ein Abenteuer in einer virtuellen Realität begibt.
Ist das was ich sehe real? Ist das was ich fühle real? Ist das was ich erfinde real? Ist das real, von dem ich will, dass es real ist? Welche Art von Realität macht mich zufrieden?
In unsere Zeit, in der das Leben stark von virtuellen Medien beeinflusst wird, wird es notwendig die Frage zu stellen was meine eigene Realität/ Persönlichkeit ist.

A woman tries to escape from her loneliness going through a virtual reality adventure.
Is it real what I see? Is it real what I feel? Is it real what my mind makes up? Is what I want to be real, really real? What kind of reality gives satisfaction?
In our time, where life is influenced a lot by virtual media, it becomes necessary to ask the question of what my own reality/personality is.
Choreographie/Konzept/Tanz – choreography/concept/dance: Natalie Bury
Info: www.nataliebury.com
Photo: Peter Werner

7 Keiuske Sugawara (Japan/ Berlin)
Afterglow/ Nachleuchten
Sich hingeben. Sich auf etwas verlassen. Einige werden durch solch einen vagen Wunsch gerettet. Ohne Unterstützung zeigen sie die wechselnden Schwächen und Verletzlichkeiten der Menschen auf. Zeuge werden, wie diese verblassen, das Leben und die Ewigkeit alleine in dem unveränderlichen „Es“ entdecken. Das schwingende Licht und das Nachleuchten. Dort Atmen, wo die Sonne nicht aufgeht.

To devote oneself. To depend on something. Some are saved by such a vague wish. Without support, they surface people’s changing weaknesses and vulnerability. Witnessing those fading away, seeing life and eternity only in the unchangeable “it“. The swinging light and the afterglow. Breathing there, where the sun doesn’t rise.
Choreographie/Konzept/Tanz – choreography/concept/dance: Keisuke Sugawara

Info: https://www.facebook.com/KEISUKE0622
Photo: Miho Yajima

8 Laura Boser (Berlin)
In Between/ Dazwischen
„Bist Du nervös? Sicher? Du scheinst etwas aber unsicher zu sein. Nur eine Redensart.”
Fragen, Provokationen, Wörter, die in den Raum geworfen werden, die den Körper dazu zwingen, zu reagieren, sich zu positionieren, sich zu wehren. In Between ist ein Duett, ein poetisches Spiel zwischen einer Stimme und einem Körper. Wir hangeln uns von Abstraktem zu Konkretem, von Streben nach künstlerischer Avantgarde zu reinem Kinderspiel, von Leistungsdruck über Sticheleien zu purem Spieltrieb. Was treibt uns um, was treibt uns an? Was bewegt uns als Kinder, was als Erwachsene? Und was ist das überhaupt für eine Stimme, die da die ganze Zeit zu uns spricht?

„Are you nervous? Sure? You seem to be a bit insecure, though. Just a manner of speech.“
Questions, provocations, words, thrown into the room, forcing the body to react, to take a stand, to defend itself. In Between is a duet, a poetic game between a voice and a body. We brachiate from abstract to concrete, from the pursuit of artistic avantgarde to pure children´s play, from performance pressure over bantering to pure childrens play. What plagues us, what drives us? What moves us as children, what as adults? And what is this a voice speaking to us all the time anyway?
Choreographie/Konzept/Tanz – choreography/concept/dance: Laura Boser
Musik/Sounddesign/Co-Choreographie: Torsten Knoll
Info: https://www.facebook.com/laura.boser.7
Photo: Eva Boser

Das vollständige Programm gibt es auch hier zum Download

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